Das LKG-Haus in der Georgstraße: Neu gesehen!

Zum zehnjährigen Jubiläum unserer Musikschule ConTakte 2017 wurde Katja Priebe gefragt, ob sie es sich vorstellen könnte, unser LKG-Haus in der Georgstraße in ihrem unverwechselbaren Stil zu zeichnen, mit Musikschule, Gemeinde, Wohnungen, Bandkeller, Jugendräumen und natürlich der großen Eiche an der Hofeinfahrt. Herausgekommen ist ein wunder-wunderbares Bild, handgezeichnet, und wer ein bißchen sucht, kann alle wichtigen Räume im Haus wiederfinden.

Wir sind begeistert, das Bild hängt nun als Banner in unseren Gottesdiensträumen in Hönisch und wer möchte, kann Versionen in verschiedenen Größen bestellen.

Zur Person: Katja Priebe ist seit August 2017 als freie Zeichnerin tätig und wir machen gern ein bißchen Werbung für sie. Hier gibt es mehr Infos und auch die Möglichkeit, sie zu kontaktieren: www.katja-priebe.de .

Und hier geht es zur großen Version des LKG-Bildes - bitte klicken:

 

Das war das Mitarbeiterfest 2017

Am 11. November 2017 feierten wir das Mitarbeiterfest der LKG Verden, und es war ein wirklich schönes, gelungenes Wochenende.



Viele Gespräche in den verschiedenen Teams, ein gemeinsamer Vormittag mit gegenseitiger Segnung für das nächste Jahr, dazu HotDogs mit viiiel Ketchup und Remoulade - das war der Samstag. Am Abend feierten wir dann das große Mitarbeiterfest mit leckerem Essen. Sehr viel Licht im Dunkel verbreitete ein kleines Licht, das von Hand zu Hand ging, danach spazierten wir mit Fackeln und Laternen in den Rosengarten. Mit einer Fotopräsentation schloss der offizielle Teil des Abends, bevor es in den inoffiziellen überging.

Hier gibt es Fotos mit viel Dunkel, aber vor allem mit viel Licht!

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Bilder vom Taufgottesdienst in Eißel



Am Sonntag, 10. September 2017 feierten wir einen Taufgottesdienst am See in Eißel.

Es war ein sehr schöner Gottesdienst, mit viel Wind und Sonne und glücklichen Täuflingen und Paten. Auch eine Segnung gab es. Hier gibt es ein paar Momentaufnahmen:

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10 Jahre Musikschule ConTakte

Die Musikschule ConTakte feiert am 22. Oktober 2017 ihr zehnjähriges Bestehen!



„Gibt es ConTakte wirklich schon 10 Jahre?“ Das ist die übliche erstaunte Frage, die kommt, wenn man von diesem Jubiläum spricht. Und wir haben wirklich Grund, Gott zu danken und uns über den Segen zu freuen.

Und wir wollen das zusammen am 22. Oktober tun. So wird der Gottesdienst zum musikalischen Jubiläumsgottesdienst und im Anschluss wird es viele Beiträge von Schülern und Musikgruppen der Musikschule geben. Das wilde Orchester wird zu hören sein, der Gospelchor, das Tischharfenensemble, Soundcompany und zum Abschluss (gegen 16 Uhr) ist ein Lehrerkonzert geplant.

Natürlich wird man auch kulinarisch verpflegt sein mit Suppen und Kaffee und Kuchen zum Abschluss.

In der Planung des Festes ist sofort sehr viel Vorfreude entstanden. Also, kommt und lasst uns feiern!

Herzliche Einladung zum Jubiläumstag der Musikschule ConTakte in Hönisch!

Was ist die LKG eigentlich?



In der LKG gehen eine ganze Menge Leute ein und aus, sei es in der Georgstraße oder in Hönisch. Die Arbeitszweige sind in den letzten Jahren immer mehr geworden und der oder die Einzelne bekommt oft gar nicht mehr alles mit, was bei uns passiert.

Deswegen haben wir ein kleines Video "gedreht", um einmal alles zusammenzufassen und jedem, der interessiert ist, einen kleinen Überblick zu geben. 

Los gehts! 

 

1 Jahr Flüchtlingsoase

Rückblick auf ein spannendes Jahr

1 Jahr Flüchtlings-Oase! Wer hätte das gedacht! Wo ist das Jahr hin! Wieviel Engagement ist geflossen! Was ist alles passiert in dieser Zeit!

Und wie war das eigentlich nochmal?

Oktober 2015. Die GaW-Halle wird für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt. Für viele der erste Berührungspunkt  mit der Flüchtlingswelle.

Gerd war einer der ersten, die sich einen Eindruck von dem Leben in der Halle verschafften. Angesichts der Menge der Leute, den mangelnden Rückzugsmöglichkeiten und einfach der Tatsache, dass man sich an keinen Stuhl anlehnen konnte, kam die Idee, Räume der quasi gegenüberliegende LKG als Aufenthaltsort zur Verfügung zu stellen unter dem Dach der Organisation `Verden hilft`.

Tanja Brockmann übernahm die Pionierarbeit und trommelte eine Helferschar um sich.

Am 19.November 2015 kamen die ersten Gäste. Syrer, Kurden, Afghanen, Sudanesen, Iraker. Sehr viele Männer, weniger Frauen, viele Kinder. Auf einmal war da arabisch und farsi (persisch) im Raum.

Tanja bildete Teams, ein Team für Kinder und ein Team für die Erwachsenen.

Alsbald stellte sich heraus, dass Deutsch-Lernen die absolute Hauptmotivation der Geflüchteten war.

Wir fingen bei Null an. Und sprachen einfachstes deutsch,  mit den Kindern beim Basteln, beim Lego-bauen und beim Malen und mit den Erwachsenen beim Kaffee- und Teetrinken. Erstaunlich schnell kamen Kontakte zustande. Viele Geflüchtete kamen jeden Tag. Die Kinder rannten oft schon auf uns Helfer zu und freuten sich auf die Abwechslung in ihrem GaW-Hallen-Alltag.

In der Oase bildeten  die Erwachsenen die ersten Sätze und wenn gar nichts mehr ging, dann wurde der Tischkicker aktiviert und das Jokolo-Spiel, weil dabei Spaß und Kommunikation und eine Verbindung nur mit Gestik und Mimik und wenig Worten möglich war.

Mit der Zeit wurde der Kontakt zu manchen Geflüchteten so gut, dass sie fragten, ob sie auch etwas für uns (als Kirche; die Oase war in der GaW-Halle als Kirche bekannt) tun könnten, und so halfen einige von ihnen in der Wohnung im 2. Stock mit. Eine tolle Aktion.

 

Mitte April wurde die GaW-Halle aufgelöst. Die Syrer wurden auf Wohnungen in umliegenden Orten verteilt. Manche von uns Helfern haben immer noch einen regen Kontakt zu einigen von ihnen und sind immer noch Ansprechpartner für sie. Das ist unheimlich wertvoll!

Die Kinderbetreuung, die uns Helfern sehr viel Spass gemacht hat, hörte auf. Manchmal treffen wir das ein oder andere Kind in der Stadt, und es ist toll, sich wiederzusehen. Wir kennen uns!

Welche Bedeutung die Oase für die Menschen im ersten Ankommen in Deutschland richtig hatte, können wir wohl kaum ermessen.

 

Von Anfang an war die Oase montags-freitags von 9.30 Uhr bis 12 Uhr geöffnet, das ganze Jahr lang, bis auf die Feiertage und die Kleiderbörse. Sogar in den Ferien mit einem kleinen Team.

Wir haben den Eindruck, dass die Oase ein fester Anlaufpunkt für viele Geflüchtete ist. Oftmals sind die Gespräche in der Oase die einzigen deutschen Kontakte für sie. Deshalb ist uns die gleichbleibende Gastfreundschaft sehr wichtig in der Oase.

Inzwischen sind die die Deutsch-Kenntnisse und die Beziehungen so gut geworden, dass sie etwas aus ihrem Leben erzählen können und möchten. Das macht das Leben in der Oase sehr bunt und vielfältig  und wir nehmen gegenseitig ein wenig am Schicksal teil.

Für viele von uns war der Kontakt zu den Geflüchteten der erste intensivere Kontakt zu arabisch/persisch sprechenden Menschen, zu Moslems. Das gegenseitige Kennenlernen, das immer besser werdende Erzählen und Verstehen, das alles trägt dazu bei, dass Barrieren gefallen sind, Vorurteile abgebaut und im Gegenteil, sehr viel Verständnis und Interesse entstanden sind.  Und während der Unterhaltungen an den Tischgruppen kommt es durchaus vor, dass man auch die eigenen Werte und die eigene Kultur hinterfragt.  Der Austausch ist einfach sehr gewinnbringend für alle.

„ Die Oase ist meine Arbeit“ , sagte vor kurzem ein Afghane. Manche nehmen weite Wege auf sich, um in die Oase zu kommen. Ein Geschwisterpaar kam im Sommer jeden Tag mit dem Fahrrad aus Dörverden, eine andere Frau kam jeden Tag zu Fuß aus Ahnebergen, ein anderer fuhr jeden Tag eine Stunde mit dem Bus von Bendingbostel.

Manchmal waren 40 Personen in unseren Räumen. Das war kaum zu schaffen von uns Helfern. Meistens sind wir 4 Helfer, manchmal 5, und durchschnittlich sind 25 Gäste da. Wir lernen mit Büchern oder reden einfach so oder benutzen auch mal Playmobil, um Alltagssituationen nachzuspielen und die entsprechenden Redewendungen einzubauen. Öfter kommen die Menschen auch mit Worten, die sie gehört haben, und dann sprechen wir darüber. Flexibel sein ist ein ganz großer Faktor.

 

Der Besuch in der Oase ist nach wie vor gut. Es kommen immer wieder neue Geflüchtete, aus verschiedenen Ländern, mit unterschiedlichem Niveau. Durchaus auch Analphabeten. Für manche beginnt zur großen Freude ein Deutsch-Kurs bei der KVHS, ganz selten bekommt jemand einen  1Euro-Job, manche machen ein Praktikum, bei dessen Vermittlung wir auch öfter helfen. Viele wünschen sich noch weitere Kontakte zu Deutschen, einfach irgendwo dabei sein, und mit den Deutsch-Kenntnissen , die anfangs ein Hemmschuh waren, nun aber fortgeschritten, ist das sehr gut denkbar. Eine Ausbildung machen ist ein großes Ziel sehr vieler junger Flüchtlinge.

Vor kurzem haben 2 Afghanen bei einem Umzug mitgeholfen, nachdem sie gefragt wurden. Gerade bei solchen Aktionen lernen die Menschen das Alltagsleben in Deutschland kennen. Und genau das wollen sie gern!

Die Menschen, die zu uns in die Oase kommen, sind durch die Bank sehr höflich, zuvorkommend und hilfsbereit. Sie wollen lernen. Diese Menschen in ihren kulturellen Hintergründen zu kennen ist eine echte Bereicherung. Und ich glaube, das beruht auf Gegenseitigkeit.

Nun geht die Oase in ein neues Jahr. Wir gucken, wie lange wir noch gebraucht werden.

Wer gern einsteigen und mithelfen möchte, sehr gern! Bitte sprecht mich einfach an.

Im Namen des Teams Oase                                       Iris Guth