Alles anders - alles neu!

Liebe Mit-LKGler,



demnächst wird sich in der LKG Verden für uns alle viel ändern. Gerd Voß wird nach achtzehn Dienstjahren als Prediger bei uns aufhören und sich neu orientieren und eine andere Stelle antreten, und wir wünschen ihm schon jetzt alles Gute und Gottes Segen dafür! Vermutlich mag er es gar nicht, dass hier darauf Bezug genommen wird, aber so ist das halt: Gegen gute Wünsche kann man wenig machen. :)

Nicht nur für ihn wird sich viel ändern, für uns ebenfalls. Nach achtzehn Jahren miteinander sind wir ein eingespieltes Team, jeder weiß, wie der andere auf bestimmte Dinge reagiert, wo seine Glanzpunkte, seine Vorzeigeräume sind, und auch, wo die Krusch-Ecken und die unfertigen Arbeitsstücke eingelagert sind. Man kennt sich und schätzt sich. Und nun zieht der Achtzehnjährige aus und wir stecken mitten im Abschied: Auf der einen Seite denken wir wehmütig an schöne Zeiten zurück, vermissen schon jetzt das vertraute Beieinandersein, erinnern uns mit Dankbarkeit an wunderbare Mitarbeiterwochenenden, Freizeiten, Gemeindeprogramme und unzählige andere Erlebnisse, die jeder von uns mit Gerd hatte und er mit uns, und wir sind ein bisschen traurig, weil das nun zu einem Ende kommen wird. Vielleicht fragen wir uns auch, wie die Zeit nur so schnell vorbeigehen konnte, aber das fragt man sich ja eigentlich überall und immer.

Auf der anderen Seite wünscht man sich gegenseitig alles erdenklich Gute, umarmt sich mit feuchten Augen und guckt danach vorsichtig und ein klein wenig aufgeregt in die neuen Räume, die sich in jedem Fall für beide Seiten auftun werden, denn Veränderung bedeutet immer eine Verrückung dessen, was bis jetzt war. Vielleicht werden wir als Gemeinde eine kleine Zeit lang etwas orientierungslos und ängstlich im Haus hin und her wandern, bis wir alle Räume für uns neu entdecken und die Dinge sich nach und nach wieder zusammensetzen. Diese Zeit muss nicht unbedingt eine schlechte Zeit sein, herausfordernd, ja, vielleicht anstrengend, aber auf jeden Fall auch bereichernd und wertvoll. Wir als Gemeindemitglieder können uns in dieser Situation neu kennenlernen und aufeinander vertrauen. Und zusätzlich haben wir die große Chance, noch einmal sehr intensiv und neu auf Gott zu vertrauen und darauf, dass er in unserem Haus wohnt und es mit uns zusammen einrichten wird.

Gerd und wir sind auf aufregenden, noch unbekannten Wegen unterwegs. Sie werden nicht immer glatt verlaufen, da wird es seltsame Sackgassen geben, Steilküsten und morastige Wege. Aber mit Sicherheit werden wir auch wunderbare Ausblicke, Rastplätze und Picknickwiesen finden, und mit der Zeit werden wir unsere neuen Wege finden.

In diesem Sinne: Lasst uns zusammen auf die Reise gehen!